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Artikel: Goodbye good old MD11

Es war ein kalter, trüber Oktobertag als die MD11 mit dem schönen weißen Kreuz auf der roten Flosse das letzte Mal in Zürich aufsetzte. Manch einer hatte wohl einige Tränchen in den Augen als die Lady zum letzten Mal ans Gate rollte und dann wehmütig Abschied nahm. Solche Augenblicke berühren…sie sind da zu geniessen und alte Zeiten zu überdenken.

Blicken wir zurück auf über ein dutzend Jahre an MD11s in der Schweiz, wo sie sich zu Hause fühlte.

Als Nachfolger der DC10 begann man 1986 mit dem Start des neuen Projekts bei McDonnel Douglas, genannt MD11. Vier Jahre und tausende von Arbeitsstunden später hob der Prototyp des Projektes MD11 zum ersten Mal ab. Noch im selben Jahr wurde der Flieger zertifiziert und wurde an den Erstkunden Finnair ausgeliefert.
Die MD11 muss den Vergleich mit der DC10 nicht scheuen, sie ist länger, hat eine höhere Kapazität und ist in vielerlei Hinsicht modernisiert worden, so z.B. das Cockpit, welches komplett in ein Glascockpit umgewandelt wurde, die mächtigen Winglets dürfen natürlich nicht vergessen werden.

1996 flog die erste MD11 ER Variante bei ihrem Kunden ein, ebenso die Fracht und Combi Varianten.
Im selben Jahr entwickelte man bei McDonnel Douglas ein Projekt welches MD-XX genant wurde, dabei modifizierte man die MD11 um eine höhere Reichweite, mehr Passagiere zu erzielen. Das Projekt wurde jedoch nie realisiert und verschwand in den Zeichnungsschubladen von McDonnel Douglas.

Als sich Boeing und McDonnell Douglas 1997 zusammenschlossen war anfänglich noch die Rede davon, dass die Produktion der MD11 als Frachter weitergeführt werde. Doch schon nach einem Jahr wieder rief man dies und lieferte im Jahre 2001 die letzte MD11 an Lufthansa aus.

Die Geschichte der MD 11 mit der roten Flosse begann 1991 als die erste von insgesamt 20 Maschinen am 6. März die HB-IWA (Obwalden) in Zürich in Dienst gestellt wurde. Fast monatlich kam eine weitere Lady in die Flotte und so wurden bis Ende 98 neue Maschinen in die Flotte aufgenommen. Am 2. September 1998 ereignete sich der einzige fatale Zwischenfall mit einer MD11 im Dienste der Schweizer Airline, die HB-IWF (Vaud) 2.9.1998 flog als SR111 von New York JFK nach Geneva Cointrin. Aufgrund eines Kabelbrandes wurde die Maschine flugunfähig und stützte nahe der Kanadischen Atlantikküste bei Halifax ins Meer, dabei verloren 215 Passagiere und 14 Besetzungsmitglieder ihr Leben.

Einige Maschinen stehen heute beim brasilianischen Carrier Varig im Dienst, einige weitere Maschinen wurden als zu Frachtern umgebaut, weitere stehen in der Monjave Wüste und warten auf bessere Zeiten…

In der Schweiz hatte die MD11 ihre Zeit, sie passte zur Swissair wie kein anderes Flugzeug und prägte den Charakter dieser einmaligen Airline mit. We`ll never forget about u…we miss u!


An Board des letzten Flug der Swiss MD11

Nun war er also gekommen, dieser 31. Oktober. Schon das Datum deutet auf seinen Charakter als Abschluss hin, doch am diesjährigen 31. Oktober war ein ganz besonderer Abschluss geplant. Derjenige der dreizehnjährigen Dienstzeit der MD11 beim Schweizer Flagcarrier. Während dieser Zeitspanne war sie stets das treue und zuverlässige Zugpferdchen der Swissair, bevor sie schliesslich auch für die neue Swiss fliegen durfte.
Nur einmal bescherte sie ihren Besitzern keine Freude, es war im September 1998, als Flug SR111 bei Halifax ins Meer stürzte. Vielleicht war dies sogar der Anfang vom Ende der MD11.

Doch an diesem 31. Oktober, so trist der Anlass auch war, stand mehr die Freude im Vordergrund. Die Freude, wohl eines der markantesten Flugzeuge der Schweizer Aviatik würdevoll verabschieden zu dürfen.
Ja, die MD11 war, wohl gerade wegen ihrer Ecken und Kanten, zu etwas Speziellem geworden, und hatte während ihrer Dienstzeit viele Fans gewonnen. Und auch an die wurde ein letztes Mal gedacht, mit zwei Abschiedsflüge über die Schweizer Alpen.

Der 31. Oktober war schon lange angebrochen, dieser für ein jeden Schweizer Aviatikfan von Trauer aber auch Stolz erfüllte Tag, und das Wetter passte zum Anlass: Das Mittelland lag einmal mehr unter einer dichten Hochnebeldecke. Nur darüber, dort, wo die Freiheit grenzenlos ist, wartete der blaue Himmel und die Sonne darauf, die MD11 zum letzten Male in Swiss-Kleidung aus den Wolken empor schiessen zu sehen.

Und dies sollte sie auch bald tun. Der erste Spezialflug war angebrochen, zurück aus Chicago stand die MD11 am Dock Midfield, und wartete treu auf ihre Passagiere. Als die sich dann alle in der Maschine eingefunden hatten, konnte es auch schon losgehen.
Es war ein seltsames Gefühl an Board der HB-IWE. Frohe und gleichzeitig traurige Stimmung, gepaart mit der operationellen Professionalität der Flugbegleiter und Piloten.
Die MD11 wurde zurück geschoben, und die mächtigen drei Triebwerke machten sich, eines nach dem anderen, langsam bemerkbar. Auch den typisch rauchigen Triebwerksstart durften die Fans von innen und aussen nochmals miterleben.

Nach dem Push-Back ging es dann auch sogleich los mit dem Taxiing. Der Würde Vollkommenheit wäre natürlich ein typischer Start auf der Piste 16 gewesen, doch da die Maschine extrem leicht war, kam dies nicht in Frage. Die Querpiste würde reichen, und da der Wind aus Osten wehte, war die Piste 10 ausgewählt worden.
Irgendwie speziell ist auch sie, ist sie doch sehr selten in Betrieb. So sollte der Abschiedsflug schon speziell beginnen.

Wir erreichten schliesslich die Piste. Die Gespräche in der Kabine waren langsam verstummt. Jeder hielt inne, sich auf seinen letzten Takeoff an Board einer Schweizer MD11 konzentrierend, sich vornehmend, jeden Augenblick zu geniessen.
Die Luft war gefüllt von freudiger Anspannung, als wir auflinierten.

Und dann, plötzlich unterbrach ein kräftiges, und immer lauter werdendes Brummen die vollkommene Stille an Board. Die Triebwerke fuhren hoch, und schon begann sich die MD11 gemächlich, aber trotzdem viel rasanter als auf den normalen Interkontinentalflügen, in Bewegung zu setzen.
Immer schneller und schneller wurden wir, und obwohl die Querpiste Zürichs Kürzeste ist, war sie noch nicht einmal zur Hälfte passiert, als sich die Nase schon in die Luft erhob.

Binnen kürzester Zeit waren wir schon im Hochnebel drin. Wir starteten wirklich rasant, doch der Steigflug übertraf das noch um Längen. Tja, ich begreife die Piloten, wenn sie sich auf ihrem Vogel noch ein letztes Mal austoben wollten.
Endlich lichteten sich die Wolken, und uns eröffnete sich ein wunderschöner Blick herab auf die Wolkendecke.

Doch lange währte die Zeit an der Sonne nicht. Kaum zehn Minuten später stachen wir erneut hinab und blieben ziemlich lange in den Wolken drin. Als wir die Untergrenze endlich passiert hatten, waren schon die Häuser von Bern zu erkennen.

Ja, das war ein spezielles Goodie für die Fans, und wohl auch eine letzte Hommage an die Hauptstadt der Schweiz, war doch ein Besuch in Bern für die Md11 normalerweise ausgeschlossen. Die Piste reichte schliesslich nur knapp für einen A319.
Doch landen wollten wir auch nicht, nein, es sollte nur einen LowPass mit anschliessendem Go Around geben.

Und so näherten wir uns immer mehr dem Regionalflugplatz, was von aussen doch bedrohlich aussehen musste. Der Riesenvogel und die viel zu kleine Piste.
Doch früh genug spürte man, wie ein Ruck durch die ganze Maschine ging, die Treibwerke aufheulten, und wir mit einer steilen Linkskurve ebenso steil wieder in den Himmel entschwanden.

Die Wolkendecke war wiederum schnell passiert, und wir flogen nach Süden in Richtung Genfersee. Die nächste Stadt, von welcher wir uns verabschiedeten, war Lausanne, Hauptstadt des Kantons Waadt.

Dann ging die seltsame Reise – ja, man kam sich wirklich speziell vor, auf so geringer Höhe über die Schweiz zu brausen – weiter, und wir bogen ins Rhônetal ein.
Nun war die Stimmung wirklich exzellent. Die Varietät der Farben, der Kontrast zwischen dem stahlblauen Himmel, dem roten Winglet und den schneebedeckten Bergkuppen, waren etwas einmaliges. Ein würdiges Abschiedsgeschenk für Fans, die Maschine und die Crew.

Das Wahrzeichen der Schweiz, die Berge, präsentierten sich also noch einmal von ihrer besten Seite. Und schon verabschiedeten wir uns von einem weiteren Highlight, der "Grande Dixence" -Staumauer:

Als nächstes wäre ein Vollkreis ums Matterhorn geplant gewesen, doch gerade das Wahrzeichen der Wahrzeichen, das weltweit mit dem Begriff Schweiz verknüpfte Symbol, versteckte sich in den Wolken.
So ging es dann weiter zu einer Reihe weiterer wichtiger Berge, und wir hatten bald mehr Glück. Eiger, Mönch und Jungfrau präsentierten sich wolkenfrei, und so wagten wir einen Vorbeiflug. Man notiere, einen Vorbeiflug, sprich ein Passieren auf gleicher Höhe, und das in einem Heavy-Airliner!
Das Gefühl war einmal mehr atemberaubend, und einer der unvergesslichen Momente des Fluges.

Dann drehte die MD11 schon wieder in Richtung Norden, in Richtung Zürich, das Ende des Fluges nahte unweigerlich. Schon waren wir wieder in etwas üblicheren Gefilden, sprich auf dem Vector zum ILS14, da liess eine abrupte Kehrtwende die schon dem greifbaren Ende entgegentrauernden Passagiere aufhorchen.
Als letztes Goodie gab es, dank einer Improvisation seitens der ATC, noch einen Überflug des allseits bekannten Rheinfalls nahe Schaffhausen. Leider war der Nebel hier schon wieder ziemlich dicht, doch trotzdem war es ein weitres Highlight, eines der vielen auf diesem wirklich einmalig speziellen Flug.

Doch dann hatte es sich endgültig ausgeträumt. Wir folgten den normalen Prozeduren, und diesmal fand der Anflug keinen Abbruch mehr. Auch der allseits herbeigesehnte Go Around trat nicht ein. Nein, die MD11 schwebte schön kontrolliert das ILS hinunter, und als der Flughafenzaun schon unter uns vorbei schoss, schloss wohl jeder kurz die Augen, um diesen Moment so gut als möglich festzuhalten.

Ein leichter Schlag, ein Absenken der Nase bestätigten: Wir waren am Boden.
Der persönliche Abschiedstermin mit der letzten MD11 war soeben zu Ende gewesen. Ein unvergessliches Erlebnis war er trotzdem, dieser Flug.
So einzigartig, so speziell, wie er eben nur für den Abschied eines ganz speziellen Fliegers ausfallen konnte. Mit diesem 'Grande Finale' verabschiedete sich die MD11 nochmals von allen Ecken der Schweiz, und bot sowohl Crew als auch Passagieren wohl einen der speziellsten Flüge ihres Lebens.


Kaum eine Stunde später.
Noch ein Rundflug stand auf dem Programm, das Interesse der Öffentlichkeit war riesig. So liess die MD11 gutmütig die erneute Einstiegsprozedur über sich ergehen, und schon wurden die Triebwerke ein letztes Mal gestartet. Es folgte der Pushback, und die MD11 begann ihr Taxiing in Richtung Piste 10.
Gemächlich, ja gerade zu anmutig rollte sie auf die Piste zu, als würde auch sie jeden einzelnen Augenblick geniessen wollen. Schliesslich war es dann soweit.
Die HB-IWE stand aufliniert auf der Piste, das letzte Mal als Passagierflug in Swiss-Farben.

Und wieder schoss sie davon. Die Nase in den Wind, das Maingear folgte sogleich, alles ging rasch und geschwind, und trotzdem wie in einer träumerischen Zeitlupe. Schon war die MD11, noch immer über der Piste, in die tiefhängenden Wolken entschwunden...

...Einen Alpenrundflug später war ein Licht am Nordhimmel zu sehen. Die hellen Scheinwerfer zogen jeden Anwesenden in ihren Bann, und als dann langsam die typische Form sichtbar wurde, starrte ausnahmslos jeder gen Norden, in den in ein leichtes Orange getünchten Abendhimmel.
Die MD11 befand sich nur noch wenige Meilen von ihrem Abschied entfernt, und kam immer näher.

Während sie sich näherte blickte niemand auf die Emirates Maschine, die an der Piste 16 auf die MD11 wartete. Doch plötzlich meldete sich der Pilot zu Wort, auf Schweizerdeutsch.
Der Zufall hatte es so gewollt, dass wirklich zwei Schweizer im Cockpit sassen, und es sich natürlich nicht nehmen liessen, via Funk die besten Abschiedswünsche an die MD11 und ihre Besatzung zu überbringen.
Nach einer kurzen beidseitigen Funkhommage an die MD11 waren für die MD11-Crew dann aber die letzten Sekunden angebrochen, und nach einem ausgedehnten Flare setzte die MD11 zum letzten Mal auf der Piste 16 auf.

Es wurde zum E8-Taxiway gerollt, wo traditionellerweise schon die Feuerwehr wartete, um die MD11 mit einer kalten Dusche zu verabschieden.

Dann folgte der finale Auftritt der alten Dame, ein letztes Mal rollte sie an der mit Abschied nehmenden Fans gefüllten Terrasse vorbei, und präsentierte sich ein allerletztes Mal den Vielen Bewunderern.

Und dann endete die Reise der MD11. Die dreizehnjährige Dienstzeit hatte heute wahrlich ihr Ende gefunden. Fertig MD11, die Ecken und Kanten sind endgültig dem neutralen Plastik ihres Nachfolgers, des A340s, gewichen.
So richtig wahrhaben wollte das an diesem 31. Oktober noch keiner, und es dauerte seine Zeit, bis die MD11 langsam aus den Gedächtnissen verschwand. Doch ganz wird sie dies wohl nie tun. Zu besonders war sie, und gerade deshalb wohl auch so besonders liebenswert.


Die MD11 Swiss DVD

Wie gewohnt ist eine DVD in einer schmalen DVD Schachtel verpackt, der DVD selber ist nichts mehr beigepackt. Nun steht dem Kinovergnügen nichts mehr im Wege, ich lege die DVD ein und lasse mich in die Welt der schweizerischen MD11 entführen…für ein letztes Mal!

Die DVD beginnt mit diversen Flottenaktionen auf verschiedenen Flughäfen der Welt. Diese sind teilweise schlecht, teilweise gut und gelungen. Zu den schlechten ist zu sagen, das nicht etwa die Motivwahl schlecht ist, sondern, dass bei einigen Szenen aus einem Auto mit laufendem Motor oder mit störenden Hintergrundgeräuschen gedreht wurde. Dies ist auf einer Kauf-DVD sicherlich nicht zu erwarten.
Mit der Zeit hatte ich dann auch die Starts und Landungen gesehen, dies zieht sich sehr in die Länge.
Dann geht es auf den eigentlichen Flug von Zürich nach Sao Paulo und dann weiter nach Buenos Aires und dann wieder Sao Paulo nach Zürich zurück. Man begleitet die Crew vom Crewcenter in Zürich aus, durch die Aussenchecks über alle möglichen Besprechungen bis hin zum Cockpit. Dort angekommen wird eifrig über die aktuelle Wetterlage diskutiert, welche so miserabel ist, dass die Möglichkeit nach Genf zu fliegen und erst da den Kerosin für den langen Flug zu tanken in betracht gezogen wird. Nun schlussendlich klappt der Start in Zürich dennoch mit vollen Tanks und dem Flug in die dunkle Nacht steht nichts mehr im Wege. Auf der Route wird man von de Piloten immer wieder in die einzelnen Instrumente eingeführt, welche genauer erklärt werden.
Dem Anflug auf Sao Paulo wurde auf der DVD rund 10 Minuten geschenkt, nun, es ist durchaus amüsant den Kontrollern und Piloten in Brasilien zu zuhören, wird mit der Zeit jedoch fade und eintönig. Hier wäre ein Schnitt sicherlich angebracht gewesen.
Die Crew vermag es aber immer wieder mir ein Schmunzeln abzuringen, denn mit ihrer verschmitzten Schweizer Art landen sie immer wieder da und dort einen Witz.
Der MD11 Flottenchef und Captain auf diesen Umläufen führt den Zuschauer dann in das Avionics-Department was eine sehr interessante Idee und Action ist.
Der Weiterflug nach Buenos Aires ist schön, besonders die Landschaft, die für uns doch eher fremd ist.
Der nächtliche Flug zurück in die Schweiz wird im Anflug auf Zürich wieder so richtig spannend, denn der Flug kommt frühmorgens in der ersten Anflugwelle rein, damals noch auf die Piste 14. So herrscht reges Treiben und die Frequenz ist dauernd belegt. Eine interessante und durchaus lehrreiche Erfahrung.
Abschliessend ist zu sagen, dass mir die DVD im Grossen und ganzen gut gefallen hat, mit den wenigen Mangelpunkten kann man durchaus leben, obschon ich hier auch noch anzumerken habe, dass ich nicht ein sonderlicher Fan solcher DVDs bin.
Dennoch habe ich den DVD nun schon einige weitere Male aus dem Regal genommen und etliche Stunden damit verbracht dem schönen „Swiss federal english“ zuzuhören welches die Piloten schön pflegen.

Eine DVD für Interessierte der MD11 oder auch jene die einfach mal den Ablauf eines Fluges und hier ins besondere eines Langstreckenfluges sehen möchten. Mit dem Preis von ca. 30 Euro ist man schon in einem teuren Preissegment. Ob die DVD den Preis wert ist muss jeder für sich abwägen.


Besuch im MD11 Simulator

Durch die Interessengemeinschaft Luftfahrt Schweiz konnte ich Mitte November in den MD11 Simulator auf dem Balsberg (Kloten).
Ich erwartete den Tag schon lange und freute mich, endlich eine MD11 zu fliegen.
Das Cockpit der MD11 im Simulator war sehr gross und es hatten 5 Personen darin Platz.
In unserer vierer Gruppe war ich der zweite der auf den Copiloten Sitz durfte.
Wir standen auf der Piste 23 in Genf und die Sonne ging gerade auf. Nach kurzem Check gab der Instruktor Christian Hofmänner, ehemaliger MD11 Pilot bei der Swissair, Vollgas. Mit knapp 150 Knoten zog ich das Steuerhorn nach hinten, sogleich kippte der Simulator nach hinten damit man meint man sei Abgehoben. Nach kurzem Steigeflug mit Kurs 230 zeigte der Flight Director das ich eine Rechtskurve drehen soll. Ich flog parallel zur Piste in Genf Richtung Lausanne. Nun hatte ich etwas Zeit um aus dem Cockpit zu schauen, ich blickte auf Genf und die Umgebung, was mir zuerst auffiel, auf den Strassen sah man Autos, die sich bewegten! langsam gleiten wir über den Genfersee, dann gab mir der Instruktor die Anweisung nach links abzudrehen. Ich folgte den Flight Director. Nach einigen Sekunden gab der Flight Director an, dass ich eine letzte Kurve nach Rechts machen soll, damit ich im 10 Meilen Final bin. Ich flog nun im Sinkflug mit 180 Knoten auf die Piste 23 zu. Da die MD11 im Moment das Maximale Landegewicht hat, war die Anfluggeschwindigkeit hoch. Die Klappen und das Fahrwerk wurden ausgefahren und das Gas zurückgenommen. Dann dich Schwelle zur Piste, und der bekannte Ton: “50, 40, 30, 10”, den Steuerknüppel leicht gegen mich ziehend landete ich zum ersten mal eine MD11 im Simulator. Die Spoiler wurden ausgefahren und ich stieg in die Eisen. In der Mitte der Runway hielt ich an.
Die Lady noch einmal im Flugsimulator zu fliegen war etwas schönes und meine Art von ihr Abschied zu nehmen!


Tis Meyer, Lucien Schranz und Sales Wick für flugsimulation.com